Neuzugänge Antiquariat

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(Lapide, Johannes de (d. i. Joh. Heynlin von Stein)):

Resolutorium dubiorum circa celebrationem missarum occurentium:

per venerabilem patrem dominum Ioannem de Lapide: Doctorem Theologum Parisiensem: ordis cartusiensis. Et sacrorum Canonum probatorumque doctorum sententiis diligenter collectum. Summa Dubiorum in hoc opere resolutorum CLXVI. Venetiis (Venedig), per Ioannem Tachuinum (1516). 8°. 40 S. Leder über 2 Bünden auf Holzdeckel. Vorsätze handgeschriebenes Pergament. (Einband berieben, Schliesse fehlt. Fl. Vorsätze vorn später. Buchblock weitgehend ordentlich, nur wenig wasserrandig und wenige Flecken).

Johannes Heynlin auch Johannes de Lapide, nach seinem Geburtsort Stein (* um 1430 in Stein; + 12. März 1496 in Basel), katholischer Priester und Kartäusermönch. Er wirkte als Theologe und akademischer Lehrer zwischen Scholastik und Humanismus, Prediger und Buchdrucker. Außerdem war er Rektor der Pariser Sorbonne und Mitbegründer der Tübinger Universität.

Heynlins Abhandlung in einem Sammelband mit weiteren 2 theologischen Schriften (nicht von Heynlin) und 1 arithmetischen Schrift.

Vorgebunden: I. Libreto de Abacho. 8 n. n. Bll. Impressum Venetiis per Alexandrum de Bindonis & Fratres. Anno Domini 1520. 15. Dez. Zahlentafeln mit Erläuterungen. Bibliographisch nicht ermittelt./ II. Expositio pulcherrima hymnorum per annum secundum Curiam non amplius impressa. Venetiis, Georgium de Rusconibus, 1518 die 6. Nouembris. 56 n. n. Bll. Mit 1 Titelholzschnitt und reizvollen Initialen./

Nachgebunden: III. Ordinationes officii totius anni: & agendorum & dicendorum a sacerdote in missa priuata & feriali iuxta ordinem ecclesie Romane: cum alijs ordinationibus vt habetur in fine. Impressum Venetijs : per Ioannem Tachuinum (o. Jahr, 1517?). 19 n. n. Bll. Mit 1 Titelholzschnitt und reizvollen Initialen.

(Bohse, August):

Der getreue Hoffmeister adelicher und bürgerlicher Jugend,

oder Aufrichtige Anleitung wie so wol ein junger von Adel als anderer, der von guter Extraction, soll rechtschaffen aufferzogen werden, er auch seine Conduite selbst einrichten und führen müsse, damit er beydes auff Universitäten, als auff Reisen, und Hofe, sich beliebt machen, und in allerhand Conversationes mit Manns-Personen und Frauenzimmern vor einen klugen und geschickten Menschen passiren möge, Allen denen, so Tugend und Ehre lieben, zu verhoffenden Nutzen an das Licht gegeben von Talandern. Erstausgabe. Leipzig, Joh. Ludwig Gleditsch 1703. kl.8°. 6 Bll., 532 S., 14 Bll. (ohne Frontispiz). Pergament d. Zt. (Einband und Gelenke fachgemäs fixiert, Buchblock gut).

Bohse, August (Ps.Talander) (* 2.4.1661 Halle, + 1730 Liegnitz), Schriftsteller und Jurist.

Bohse studierte ab 1679 in Leipzig und Jena Jura. Als Rechtspraktikant lebte er in Leipzig und Hamburg (1685–88), wo er vornehmen jungen Leuten Vorträge über Redekunst und Rechtswissenschaft hielt, die er in Dresden und Leipzig wiederholte. Seit 1691 war er als Sekretär am Weißenfelser Hof beschäftigt und verfertigte Operntexte. Er promovierte 1700 in Jena zum Doktor der Rechte und war dann Professor an der Ritterakademie in Liegnitz. Um seinen Zöglingen Weltklugheit und galante Conduite zu demonstrieren, schrieb er seit 1685 unter dem Namen Talander zahlreiche Romane, deren Briefe und Gespräche als vorbildlich für den galanten Stil gemeint sind. Der Inhalt erscheint uns wegen mancher schlüpfriger Szenen mehr galant als erziehlich. (Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 422 f.) Dünnhaupt 69.1. Dyck Sandstede 1703, 6.

Gräter, Philipp:

Schatzkammer Lutheri.

Aller Geschichten und Schrifften Lutheri kurtzer Begriff und Erklerung in fünff Theilen: Der I. begreiffe alle Acta, von jahr zu jahr mit ihme und andern allenthalb in dreissig jahren verloffen: Der II. seine Lehr- und Kirchenbücher: Der III. etliche schöne Exempel, so die Lehr gezieret: Der IV. seine Streitschrifften wider allerley Widersacher: Der V. lehrt/ seine Person un[d] Schrifften wider die Lästerer: Grund un[d] Verstand künstlich versprechen un[d] handhaben / Alles zu klarerm Verstand der letsten Engel in S. Joannis Offenbarung. Gestellt durch M. Philippum Grätern/ Evangelischen Propst zu Herbrechtingen. Laugingen (Lauingen), M. Jacob Winter 1613. 8°. 4 Bll., 755 S Wenig dekorativer späterer Pergamenteinband (wahrsch. 19. Jahrh.), Titel auf Rücken handschriftl. von alter Hand. (Mit frischen Vorsatzbll. in jüngerer Zeit restauriert bzw. stabilisiert. Titelseite mit Holzschnitt-Porträt Luther etw. eingerissen. Die ersten und letzten 50 Seiten tlw. wasserrandig, sonst weniger fleckig. Wenige Anstreichungen und Marginalien von alter Hand).

Philipp Gräter (1540-1612), 1601-1612 Evangelischer Propst in Herbrechtingen. Zuvor Pfarrer in Nagold. Sohn des Dr. Kaspar Gräter, Hofprediger Herzog Ulrichs.

VD17 39:129246N. Bucher Lauinger Drucke 466. Frühe und sehr seltene Ausgabe von Luthers Schriften mit Kommentar.

Kessel, Martin:

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. 1 Seite. 5.12.1977.

1977. DIN A 5. Martin Kessel (Pseudonym Hans Brühl, * 14. April 1901 in Plauen (Vogtland); + 14. April 1990 in Berlin), deutscher Schriftsteller. Brief an das Antiquariat Gohlke in Berlin. Kessel geht in diesem Schreiben auf sein Buch "Die Schwester des Don Quichotte" ein. [...] kann ich Ihnen mitteilen, daß die Personen in der Erzählung erfunden sind [...] Eines gibt es höchstens, was erwähnenswert wäre: Das Gelb auf dem Porträt der Kauernden. Es geht auf eine Ausstellung (seinerzeit bei Flechtheim am Lützow-Ufer) von Karl Hofer zurück. [...]. Beiliegend Briefumschlag.

Ridinger, Johann Elias:

Herba Thee Atque Tabacum.

Blatt 4 der Schabkunstfolge "Die Getränke". In der Platte bezeichnet und mit entsprechenden Textzeilen. 42, 8 x 55,6 cm. Johann Elias Ridinger (* 15. Februar 1698 in Ulm; + 10. April 1767 in Augsburg). Die Getränke durch Halbfiguren dargestellt. Schwarz bzw. Thienemann 1248; 1250.