Geschichte

Es war im Jahr 1945 als der Verlagsbuchhändler Ernst G. S. Bauer in seine Geburtsstadt Ulm nach 6 Jahren Wehrdienst zurückkam. Er hatte den Traum, Verleger zu werden. Und endlich Bücher zu verlegen, die ihm wichtig waren, die für eine kommende Demokratie wichtig sein sollten. Zuerst waren aber viel profanere Dinge wichtig: Satt werden. Und so übernahm er den Auftrag der amerikanischen Besatzungsmacht, die „Neue Zeitung“ im Raum zwischen Donau und Bodensee zu vertreiben. Nicht einfach zu der damaligen Zeit, aber er hat die Arbeit zur Zufriedenheit aller ausgeführt. So erhielt er am 18. April 1946 die Lizenz, einen Buchverlag zu gründen.

Dieser Tag war die Geburtsstunde des Hauses AEGIS.

AEGIS, so benannt nach dem Schild der Pallas Athene, mit dem diese Heldenjungfrau denen hilft, die ihr durch ihre Klugheit sympathisch sind (Beispiel Odysseus) bzw. als Schutz für das Gute fungiert.
Das erfolgreichste Projekt war die von Ernst G. S. Bauer entwickelte AEGIS-ZWEISPRACHEN-REIHE mit Auflagenhöhen von vielen Tausend Exemplaren.
Der AEGIS Verlag war der Kern, aus dem sich im Laufe der Jahrzehnte unterschiedliche Buch-Aktivitäten entwickelten. Ein Fachbuchversand für Fachbücher verschiedener Handwerke (1949), vor allem dem Steinmetz-Handwerk. Eine Sortimentsbuchhandlung (1950) mit allgemeinem Sortiment und einem Antiquariat (1958) mit einem breiten Buch- und Grafik-Angebot.
1960 übernahm Ernst Bauer die Wohlersche Buchhandlung, eine der ältesten Buchhandlungen Deutschlands. In dieser Buchhandlung hatte er auch seine Buchhandelslehre in den 30er Jahren absolviert. Im Jahre 2007 musste sie leider liquidiert werden.

1980 wurde die Buchhandlung und 1992 das Buch- und Kunstantiquariat und der Verlag, nach dem Tod des Firmengründers, von seinem Sohn Ernst Joachim Bauer übernommen. Dieser eröffnete 1987 in Laichingen auf der Schwäbischen Alb eine Filiale der Buchhandlung.